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SmartBooking & Co: Ein Schalter für mehr Qualität

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Mit den DB Buttons, die in Bürogebäuden zum Ein- und Auschecken am Arbeitsplatz genutzt werden, beauftragen Mitarbeiter in den ICE Instandhaltungswerken München und Frankfurt Griesheim auch ihre Materialdisposition zum Auffüllen von dezentralen Materiallagern. Gemeinsam mit dem Instandhaltungswerk Frankfurt Griesheim entwickelt das sQubic-Team aktuell eine Lösung, um die Verfügbarkeit von unterschiedlichen Materialien (wie Bremsklötzen, Schleifleisten, Filtermatten und mehr) via Sensorik automatisiert ermitteln zu können. Verzögerungen bei der Instandhaltungsabwicklung, bedingt durch fehlende Materialien, sollen damit der Vergangenheit angehören.

Batterietest für eine längere Lebensdauer

Auch bei DB Energie sollen Sensoren und LoRaWAN künftig dafür sorgen, das Qualitätsversprechen der Deutschen Bahn einzuhalten: Im eigenen 8.000 Kilometer langen Bahnstromnetz wird der Strom in einer anderen Frequenz als üblich übertragen. Für die Oberleitung muss der Bahnstrom im Unterwerk von 110 kV auf 15 kV heruntergespannt werden. Damit die Steuerung im Unterwerk auch bei einem Stromausfall funktioniert, wurden für die Ersatzversorgung große Notfall-Batterieeinheiten installiert. Diese müssen regelmäßig vor Ort kontrolliert, gewartet oder sogar ausgetauscht werden.

In einem gemeinsamen Proof of Concept von DB Energie und DB Systel werden ab Januar 2019 im Unterwerk Karls­ruhe bei den Batterien Temperatur und Füllstand per Sen­sor überwacht und die entsprechenden Daten per LoRaWAN über die DB IoT Cloud im DB Datennetz verfüg­bar gemacht. Für den Test wird am Standort Karls­ruhe ein LoRa-Gateway aufgebaut. Die ermittelten Werte geben Aus­kunft über den Zustand der Batterie. „Wir können bei der Instandhaltung nicht nur die Kosten für neue Batteri­en sparen, sondern auch Zeit, da bisher Mitar­beiter durch die Gegend fahren müssen, um die Batteri­en zu überprü­fen“, sagt Ingo von Ammon, Projekt­manager bei DB Energie. Ganz bewusst wird in der ersten Phase kein fertiges Produkt installiert, welches ausroll­fähig ist. „Es ist nicht zwingend notwendig, dass die verwendete Sensorik die ist, die wir später bundesweit einsetzen“, erklärt Martin Kemper von DB Systel. Denn möglicher­weise zeigt sich im Test, dass der Markt attraktivere Lösungen bietet.

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