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Ich bin Journalist, Content-Architekt und Camping-Experte Vor allem bin ich Geschichtenerzähler. Irgendwann habe ich aufgehört, in klassischen Berufsbezeichnungen zu denken.

Journalist bin ich seit 1998. Content-Architekt hieß damals noch niemand. Und Camping-Experte war ganz sicher nicht der Plan.

Angefangen habe ich mit einem Volontariat bei TV TODAY. Danach arbeitete ich unter anderem bei ONLINE TODAY, WOMAN, Financial Times Deutschland, stern.de und VIEW. Ich leitete Ressorts, war Textchef, entwickelte Videoformate und übernahm redaktionelle Verantwortung. Mit der Zeit interessierte mich immer stärker, was vor und nach einem einzelnen Artikel passiert. Wie findet eine Redaktion ihre Themen? Wie entsteht ein eigener Ton? Welche Formate braucht ein Medium? Wie organisiert man Menschen und Prozesse so, dass nicht nur einmal ein guter Text entsteht, sondern regelmäßig?

Daraus wurde der Teil meiner Arbeit, den ich heute Content-Architektur nenne.

Strategie, die irgendwann praktisch werden muss. Für Kiekmo und YouCanDo habe ich Redaktionen und redaktionelle Systeme aufgebaut. Für Sony verantwortete ich ein komplettes Magazin bis zu Druck und Versand. Bei Campermen mache ich seit 2019 vieles gleichzeitig: Themen entwickeln, moderieren, produzieren, schneiden, veröffentlichen und das Angebot weiterentwickeln. Ich mag Strategie. Aber am liebsten dann, wenn sie irgendwann die Präsentation verlässt.

Und dann kam Camping

Camping war zunächst privat. Dann wurde es ein Podcast. Dann eine Website, ein Magazin, ein Radioprogramm, zwei Bücher und ein journalistischer Schwerpunkt. Ich war zeitweise mehr als 100 Tage im Jahr mit dem Wohnmobil unterwegs und habe ab 2021 mehr als drei Jahre darin gelebt. Diese Erfahrung ist heute Teil meiner Arbeit. Nicht, weil man für Campingjournalismus zwingend im Wohnmobil wohnen muss. Aber es hilft erstaunlich, wenn man weiß, wie sich ein voller Abwassertank anfühlt.

Ein paar Texte leben länger als geplant

Mehrere meiner journalistischen Beiträge wurden in Schul- und Unterrichtswerke des Westermann-Verlags übernommen. Schülerinnen und Schüler mussten sie lesen, analysieren und interpretieren. Dafür möchte ich mich nachträglich entschuldigen.

Heute

Inzwischen verbinde ich Journalismus, Content-Architektur und Umsetzung. Ich arbeite für Medien und Unternehmen, entwickle redaktionelle Angebote, schreibe, moderiere und produziere. Und wenn ein Projekt am Anfang noch etwas unscharf ist, finde ich das meistens eher interessant als beunruhigend.